Zeitungsartikel 2011

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Do. 27.01.2011 Investition in Regenerative Energieträger wichtig
Anbieterwechsel - Energiekonzernen Geld für Kernenergie entziehen
Do. 09.06.2011 Quer durch den Stabmaierforst
Unterschiedliche Standorte kennengelernt – Umbau in Mischwald als Ziel
Di. 21.06.2011 Wanderweg zum Hartbeckerforst
Neue Liste führt wieder Wegeaktion entlang Bucher Wanderwege durch
Fr. 19.08.2011 Natur und Landschaft beeindruckten Kinder
Ferienprogramm: Mit dem Kanu auf den Spuren des Bibers
Fr. 04.11.2011 Vielfältige Themen bei der Hauptversammlung
Vorstandschaft der Neuen Liste in leicht geänderter Zusammensetzung


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Do. 27.01.2011

Investition in Regenerative Energieträger wichtig

Anbieterwechsel - Energiekonzernen Geld für Kernenergie entziehen

 

Für Josef Gerbl ist ein vollständiger Umstieg auf Erneuerbare Energien nur möglich, wenn auch die Effizienz des Energieverbrauchs in Haushalt und Industrie verbessert wird.

 

Buch. "Während sich der Strompreis an der Leipziger Strombörse halbiert hat, haben die Energieriesen ihre Strompreise nun erhöht", sagte Martin Schachtl zur Begrüßung des gut besuchten Vortrags der Neuen Liste Buch "Vom Atomstrom zum Naturstrom", der vergangene Woche im Gasthaus Kuttenlochner stattfand. Der Referent, Josef Gerbl vom Bund Naturschutz in Velden befasst sich schon seit längerer Zeit mit den Hintergründen der Stromproduktion und den Schattenseiten der Kernenergie.

  Plakat zur Veranstaltung größer

So werde die Kernenergie als CO2-neutrale Energieform angepriesen. Während dies für die Stromerzeugung weitgehend richtig sei, sei die Urangewinnung beispielsweise in Afrika sehr energieaufwändig, da die Erze sehr geringe Urananteile hätten (weniger 0,1 Prozent). Josef Gerbl wies darauf hin, dass die Abbauregion durch das Aufbereiten des uranhaltigen Gesteins weiträumig radioaktiv verseucht werde und hochradioaktive Seen aus der Nassaufbereitung die Abbauregion durchzögen. Die Lebenserwartung der Bevölkerung beträgt in etwa 40 Jahre. Auf der anderen Seite müsse auch die Endlagerung betrachtet werden, für die es bis heute weltweit keinen Lösungsansatz gebe. Derzeit lagerten die in Castorbehälter abgefüllten ausgebrannten Brennstäbe im Zwischenlager in Ohu. Josef Gerbl hegte die Befürchtung, dass aus diesem Zwischenlager vielleicht ein Endlager werde, das ebenso wie das Atomkraftwerk Isar 1 kaum einem Flugzeugabsturz standhalten würde.

Demgegenüber stehe die Sonnenenergie, die in Form von Windenergie, Biomasse, Wasserkraft, Solar und auch die Geothermie in Europa um ein vielfaches mehr Energie liefere, als wir Menschen benötigen. Für Josef Gerbl seien die Vorteile vor allem beim Klimaschutz, bei den Arbeitsplätzen und dem Gewinn für die lokale Wirtschaft zu sehen, da Energieträger nicht mehr importiert werden müssten, der Gewinn bleibt im Lande. Angesichts einer Umfrage, wonach sich in allen politischen Parteien große Mehrheiten für die rasche und umfassende Einführung der Erneuerbaren Energie aussprechen, brachte der Referent wenig Verständnis für die Entscheidung der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf, da derzeit sowieso schon ein beträchtlicher Stromüberschuss erzeugt werde.

 
 

Die Verabschiedung der Resolution gegen den Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Isar 1 in vielen Gemeinden, darunter auch in Buch am Erlbach ist für Martin Schachtl ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Begründung, dass die Kosten des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) für die Strompreiserhöhung ursächlich seien, sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar. Nur 0,2 Prozent des bundesdeutschen Haushaltskorbs müssten die Bürger für die Umlage der EEG ausgeben. Des Weiteren soll die EEG-Umlage bis 2020 wieder deutlich gesenkt werden. Im Strommix 2020 sollen der Anteil der Erneuerbaren Energien von derzeit 17 Prozent auf 47 Prozent anwachsen, während der Anteil der Kernenergie im gleichen Zeitraum von derzeit 23 Prozent auf 1 Prozent zurückgehen soll. Die Laufzeitverlängerung, so warf der Referent ein, verschiebe diese Perspektive um Jahrzehnte nach hinten. Daher sollen die Bürger den Automausstieg selber machen und durch Wechsel des Stromanbieters den großen Konzernen das Geld für Investitionen in Kern- und Kohlekraftwerke entziehen.

Da die Ökostromanbieter direkte Verträge mit den Energieerzeugern, vor allem Wind, Biomasse und Wasserkraft, abgeschlossen hätten, seien die Strompreise teilweise niedriger als bei den großen Gesellschaften. Durch Zertifikate, die die Stromerzeugung aus Erneuerbare Energien bei den Naturstromanbietern prüft, sei gewährleistet, dass die Naturstromanbieter nur Strom aus Erneuerbaren Energiequellen beziehen. Darüber hinaus muss ein Anteil des bezahlten Strompreises in Erneuerbare Energien investiert werden, so dass dadurch der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert werde. Mit einigen Tabellen und Grafiken stellte Josef Gerbl die unterschiedlichen Stromtarife gegenüber. Eine rege Diskussion schloss sich noch an den Vortrag an, einige Gäste nahmen auch die Gelegenheit wahr, den Stromanbieter zu wechseln. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.neue-liste-buch.de oder auf der Internetseite www.atomausstieg-selber-machen.de nachzulesen und auch schriftliches Informationsmaterial zum Anbieterwechsel wird vorbereitet.

(Verf.: Günther Raschel)

Viele Bucher Bürger informierten sich über die Möglichkeiten mit Naturstrom einen Beitrag zum Ausstieg aus der Kernenergie leisten zu können.

Mit Volksmusik ein klein wenig anders gespielt, bereicherten Ingrid Gerbl (Akkordeon) und Susi Kronstein (Klarinette und Rhythmus) die Informationsveranstaltung auf ihre Weise.


Links zum Thema Erneuerbare Energien


Agentur für Erneuerbare Energien
www.unendlich-viel-energie.de/

Seit 1. Mai 2008 hat die Informationskampagne für Erneuerbare Energien ein organisatorisches Zuhause und heißt Agentur für Erneuerbare Energien. Die erfolgreiche Kampagne "deutschland hat unendlich viel energie" mit ihrem Schirmherren Prof. Dr. Klaus Töpfer bleibt erhalten.

 

Atomausstieg selber machen
www.atomausstieg-selber-machen.de

Angeregt von "Atomausstieg selber machen" sind seit Oktober 2006 zehntausende Stromkundinnen und -kunden zu einem unabhängigen Ökostromanbieter gewechselt, von dem kein Geld zu den Atomkonzernen gelangt. "Atomausstieg selber machen" ist ein Bündnis von Umweltverbänden, Verbraucherschutz-Organisationen und Anti-Atom-Initiativen.

 

Wissenschaftsjahr 2010 Materialsammlung zur Zukunft der Energie

Studien, Szenarien und Visionen: Die zukünftige Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie ist nicht nur ein Thema der Wissenschaft, sondern auch der Gesellschaft und Politik. Am 6. September 2010 hat die Bundesregierung den Entwurf ihres nationalen Energiekonzepts veröffentlicht, am 28. September wurde es im Kabinett verabschiedet. Im Vorfeld dazu wurden viele Studien erstellt, die das Thema Energie unter verschiedenen Aspekten betrachten. Einige davon und weitere interessante Informationen zum Thema sind unter der Adresse zu finden.

 

Welt der Physik - Zahlen zur Energie 2010
www.weltderphysik.de/de/8363.php

Die interaktive Grafik auf den Internetseiten von Welt der Physik bietet einen umfangreichen Überblick darüber, wo die Energie herkommt und wofür wir sie verbrauchen. Die Energieträger Öl, Gas, Kohle, Kernenergie, Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie können in verschiedenen Darstellungen angezeigt und in beliebigen Kombinationen hinsichtlich Verbrauch, Kapazität, Vorkommen und Verwendung verglichen werden. Die Seite informiert auch darüber, mit welchem Energiemix die „Energienutzer“ Haushalt, Verkehr, Gewerbe und Industrie im Jahr 2009 versorgt wurden.

 


Die Schattenseiten der Kernenergie


Monitor Nr. 613 vom 21.10.2010
Die Lüge vom teuren Ökostrom - Warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist

"Es ist nicht zu fassen: einerseits hieß es in Meldungen gestern, dass die Stromriesen im ersten Halbjahr wieder mal Rekordgewinne gemacht haben! Andererseits vergeht für uns Verbraucher kein Jahr ohne dicke Nachzahlung, ohne Erhöhungen. Jetzt aber häufen sich auch noch Grusel-Prognosen, dass Ökostrom alles noch teurer machen wird. Doch dieser Alarm, so Markus Schmidt und Michael Houben, der ist einfach falsch."

 

Kontraste - Sendung vom 13.01.2011
Atommüll - Steuerzahler tragen Folgekosten

70.000 Tonnen hochradioaktiven Giftmülls sollen im staatlichen Zwischenlager Lubmin eingelagert werden. Ein großer Teil des Abfalls entstand in deutschen Kernkraftwerken. KONTRASTE deckt exklusiv Verträge zwischen Bund und Energiewirtschaft auf. Sie zeigen, warum die Konzerne ihren Atommüll auf Kosten der Steuerzahler entsorgen können.

 

Kontraste - Sendung vom 16.09.2010
Schmutziges Uran: Kehrseite der "sauberen" Kernenergie

In Afrika wird seit Jahrzehnten Uran abgebaut - auch für deutsche Atomkraftwerke. Die Bedingungen sind oft katastrophal. Ganze Landstriche werden verstrahlt, Arbeiter sterben qualvoll. Doch der Bedarf an Natururan steigt weiter, auch wegen der geplanten Laufzeitverlängerung in Deutschland.

 

PLUSMINUS - Sendung vom 28.09.2010
Strom-Preise: Führen lange Atomlaufzeiten zu günstigeren Tarifen?

Die Bundesregierung begründet die geplante Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke u.a. mit einer Stabilisierung der Strompreise. PLUSMINUS wagt einen Ausblick: Bleiben die Strompreise unverändert oder sinken sie sogar?

 

NDR - 45 Min vom 23.02.2010
Die Atomlüge

Atomstrom ist sauber, sicher, unschlagbar effizient und billig - behauptet die Atomindustrie heute wieder mehr denn je. Die Diskussion um die Atomenergie ist hoch aktuell. Laufzeitverlängerung oder Ausstieg, diese Frage spaltet die Bevölkerung im Land. NDR Autorin Gesine Enwaldt ist für 45 Min auf Spurensuche gegangen. Wie sicher sind heute deutsche Atomkraftwerke im alltäglichen Betrieb und in Zeiten der Terrorgefahr? Was passiert eigentlich, wenn mal etwas passiert? Und wohin mit dem Atommüll? Was alles zahlt der Steuerzahler?

 

NDR - 45 Min vom 23.02.2010
Interview mit NDR Autorin Gesine Enwaldt
"Wir waren entsetzt über unsere Erkenntnisse"

Über das Gift Radioaktivität und die Dreharbeiten in einem Kernkraftwert spricht Gesine Enwaldt im Interview. Viele ihrer Recherche-Ergebnisse haben die Autorin selbst überrascht und "entsetzt".

 


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Do. 09.06.2011

Quer durch den Stabmaierforst

Unterschiedliche Standorte kennengelernt – Umbau in Mischwald als Ziel

 

Martin Schachtl und Heinrich Flurl begrüßten die Teilnehmer der waldkundlichen Wanderung durch den Stabmaierforst

 

Buch. 2011 ist das internationale Jahr der Wälder. Dies sei der Anlass dafür gewesen, sich mit der Lebensgemeinschaft Wald auseinander zu setzen, sagte Martin Schachtl bei der Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer der Frühjahrswanderung der Neuen Liste Buch. Der pensionierte Forstbeamte Heinrich Flurl führte am vergangenen Sonntag in den Stabmaierforst oberhalb Niedererlbach.

Nach einem kurzen Marsch vom Treffpunkt am Stomer Weiher steuerte die Gruppe den sogenannten Eichelgarten an. Neben der bemerkenswerten Aussicht auf das Erlbachtal sei der, auf einer Anhöhe des Tertiären Hügellandes gelegene Eichenbestand einer der größten in der Region. Dieser sei durch Aussaat im letzten Jahrhundert begründet worden, erläuterte Heinrich Flurl. Dieses Waldareal gehört zum sogenannten Stabmaier Forst der schon seit über 100 Jahren vom Forstamt Freising betreut wird. Im Laufe der Wanderung lernten die Teilnehmer noch andere Standorte mit gänzlich anderem Bewuchs kennen.

Nach den Eiszeiten konnten sich durch die Riegelwirkung der Alpen nur noch wenige Baumarten wieder in die nördlich gelegenen Regionen ausbreiten, um dort Wälder zu bilden. Bis zum Beginn der Neuzeit waren die Menschen vollständig vom Wald abhängig. Dieser lieferte Baustoffe und Brennstoffe für die Häuser und diente auch als Nahrungsmittelquelle für das Vieh. Ausgehend von den Klöstern, beispielsweise durch die Benediktiner, wurden ab 800 großflächige Rodungen durchgeführt, um Ackerfläche zu gewinnen. Die Wälder wurden dadurch stark übernutzt. Im 17. und 18. Jahrhundert begann man sich intensiv Gedanken zu machen, wie man der immer größer werdenden Holznot langfristig begegnen könne. Man begann, die stark ausgeplünderten Wälder in ertragreichere umzuwandeln. Die Eisenbahn und die Verbreitung der Kohle als Brennstoff im 19. Jahrhundert sorgten auch dafür, dass nicht mehr alles aus dem Wald entnommen werden musste. Für die Wiederbegründung auf großflächig kahl geschlagenen Standorten in tieferen Lagen zeigte sich die Fichte als ideale Baumart, die auch Spätfröste auf offenen Flächen gut überstand. Die Waldbaumarten Eiche oder Buche seien hier stärker gefährdet, ergänzte Heinrich Flurl. Sie benötigen in der Jugendphase den schützenden Altbestand. Reinbestände, beispielsweise aus Fichte hingegen haben größere Probleme mit Schädlingsbefall als gemischte Bestände. Als Beispiel nannte er den Ebersberger Forst, der im 19. Jahrhundert großflächig vom Nonnenfalter kahl gefressen wurde. Der Umbau des Waldes in einen Mischwald mit standortgerechten Baumarten sei das erklärte Ziel der Forstwirtschaft, betonte Heinrich Flurl.

 
 

Heinrich Flurl warb für einen Umbau der Wälder in robuste Mischwälder, die mit Schädlingen und dem zunehmenden Klimawandel besser zurecht kommen.

Gut ein Drittel der Fläche Bayerns sei heute bewaldet. Im Landkreis Landshut sei der Waldanteil mit 15 Prozent hingegen relativ niedrig, da aufgrund der fruchtbaren Böden mehr landwirtschaftliche Nutzung betrieben werde, erklärte Heinrich Flurl. Insgesamt werden in Deutschland pro Jahr rund 100 Millionen Kubikmeter Holz benötigt. Etwa 60 Millionen Kubikmeter stammen aus Deutschland selber. Für eine weitere Ausdehnung der Nutzung als Brennmaterial im größeren Maßstab für die Hausheizung sieht Flurl aber Grenzen. Über ein Viertel der gesamten erzeugten Energie werde von den Privathaushalten verwendet. Das sei mit Holz alleine nicht möglich. Eine interessante Diskussion ergab sich zu dem Dissens zwischen Förstern und Jägern zum Thema Wald und Wild. Die Regelungen zum Abschuss seien im Jagdgesetz festgelegt. Das Waldgesetz hingegen legt die Pflegemaßnahmen im Wald fest.

Die Bezeichnung "Pionierbaumarten" etwa für Birke oder Kiefer erklärte der Forstbeamte an einer kahl geschlagenen Fläche. Bemerkenswert sei auch die Douglasie, eine schnell wachsende Baumart aus Amerika mit rötlichem Holz, die sehr gut mit europäischen Standorten zurechtkommt. Amerikanische Roteichen entdeckten die Wanderer am sogenannten "Ami-Schlag". Älteren Mitbürgern ist diese Bezeichnung noch geläufig, denn hier wurde auf Weisung der Amerikaner kurz nach dem Krieg das Holz für die Brennholzversorgung der Bevölkerung eingeschlagen. An vernässten Standorten und entlang von Gewässern ist dagegen die Erle sehr häufig anzutreffen. Die in Niedererlbach wachsende Schwarzerle benötigt eher saueren Untergrund, während die Grauerle kalkreiche Standorte bevorzugt. Auch sehr mächtige, etwa 150 Jahre alte Fichten konnten am Ende der Wanderung noch bewundert werden, bevor das Bucher Bürgerfest nach drei Stunden Wanderung für eine Brotzeit angesteuert wurde.

(Verf.: Günther Raschel)

Bei der Wanderung führte der Forstbeamte Heinrich Flurl die Teilnehmer zu unterschiedlichen Standorten im Stabmeierforst und erläuterte deren Besonderheiten.

An einigen Stellen konnten Fichten mit einem Alter von etwa 150 Jahren bewundert werden, die sich im Stabmaier Forst zu beeindruckenden Exemplaren ausgewachsen haben.


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Sa. 18.06.2011

Wanderweg zum Hartbeckerforst

Neue Liste führt wieder Wegeaktion entlang Bucher Wanderwege durch

Buch. Auch dieses Jahr haben sich die Mitglieder der Neuen Liste Buch wieder einen Flurweg für eine Wanderwegeaktion herausgesucht. Unter der Leitung des Wegebeauftragten Christian Winner wurden am vergangenen Samstag entlang des Verbindungswegs, der von der Haunwangerstraße zum Hartbeckerforst abzweigt, die Fahrrinnen mit gebrochenem Kies aufgefüllt. Mit einem speziell vorbereiteten Ladewagen wurde diese Arbeit durchgeführt. Die Füllmenge am Wagen zu steuern und verbleibende Unebenheiten aufzufüllen und auszugleichen, waren die Aufgaben der Teilnehmer. Gegen Mittag wartete noch eine kräftige Brotzeit auf alle Mitarbeiter der Wegeaktion.

(Verf.: Günther Raschel)

Mit gebrochenem Kies wurden die teilweise recht tief eingefahrenen Spurrillen aufgefüllt.

Gemeinderätin Elisabeth Gutknecht versorgte die "Wege-Mannschaft" mit einer kräftigen Brotzeit.


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Fr. 19.08.2011

Natur und Landschaft beeindruckten Kinder

Ferienprogramm: Mit dem Kanu auf den Spuren des Bibers

Die urwüchsige Landschaft zu erleben, ist für die Kinder und die Betreuer jedes Jahr wieder ein beeindruckendes Erlebnis.

 
 

Einen intensiven Kontakt mit der Natur bekamen die Bootsmannschaften durch die engen Flußläufe.

Buch. Einen erlebnisreichen Tag verbrachten die Kinder der beiden Kanufahrten, die im Rahmen des Bucher Ferienprogramms kürzlich stattfanden. Jeweils 14 Kinder und sechs Betreuer erkundeten in sechs Kanus die urwüchsige Landschaft des kleinen Flusses. Zusammen mit Rudi Hattenkofer von den Naturfreunden haben Manfred Körner und Klaus Schmierl von der Neuen Liste Buch die Fahrt organisiert und vorbereitet.

Bevor es aber an der Einsetzstelle in die Boote ging, mussten sich die Kinder und Jugendlichen zunächst einmal mit den Grundregeln beim Kanufahren und dem Verhalten in der Naturlandschaft auseinandersetzen. Trotzdem das Gewässer mit durchschnittlich einem halben Meter Wassertiefe wenig gefährlich erschien, bekamen alle Kinder eine Schwimmweste. Dann konnte es losgehen. Die erfahrenen Kanufahrer bremsten dabei den Tatendrang der Kinder etwas, weil es nämlich gar nicht so einfach war, die mit zwei bis drei Kindern und jeweils einem Betreuer besetzten Kanus durch die teils engen Flusswindungen zu manövrieren.

Gegen Mittag stand eine Rast auf einer Kiesbank auf dem Programm. Nach einer kräftigen Brotzeit waren dann alle kleinen und großen Abenteurer wieder ausreichend gestärkt, um das letzte Stück der Kanufahrt zu bewältigen. Die Durchfahrt durch einige kleine Sohlschwellen im Gewässerverlauf war für alle Bootsmannschaften noch eine willkommene Herausforderung, die allen viel Spaß machten, bevor sich die Kanus in Richtung der nahen Anlegestelle in Bewegung setzten. Mit dem Reinigen und Verstauen der Boote ging schließlich ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

(Verf.: G. Raschel)

 

Bevor es an die Kanus ging erläuterte Klaus Schmierl alle Verhaltensregeln beim Kanufahren und in der Naturlandschaft.


 

Gar nicht so einfach war es für die Bootsmannschaften sich aufeinander einzuspielen und die Kanus durch die engen, teilweise mit Schilf bewachsenen Flußwindungen zu manövrieren.


 

Nach den Anstrengungen der Kanufahrt waren bei allen Kindern die Hot Dogs willkommen.


 

Eine willkommene Herausforderung für die Kanumannschaften waren die Sohlschwellen im Gewässerverlauf, die aber alle gut bewältigten und allen viel Spaß machten.


Viel Spaß und ein unvergessliches Naturerlebnis hatten am Samstag und am Sonntag die Kinder mit ihren Betreuern (Bilder vom Sonntag, 31. Juli 2011).


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Fr. 04.11.2011

Vielfältige Themen bei der Hauptversammlung

Vorstandschaft der Neuen Liste in leicht geänderter Zusammensetzung

Die Vorstandschaft der Neuen Liste Buch für die kommenden zwei Jahre: (von links) Konrad Heilmeier, Klaus Leidorf, Elisabeth Gutknecht, Andreas Ostermaier, Heidi Ziegler, Martin Schachtl.

Buch. Vielfältige Themen standen dieses Jahr im Mittelpunkt bei der Hauptversammlung der Neuen Liste Buch, die kürzlich im Gasthaus Bauer in Niedererlbach stattfand. Die neue gewählte Vorstandschaft präsentiert sich in leicht geänderter Zusammensetzung. Gemeinderätin Elisabeth Gutknecht moderierte die Veranstaltung.

Martin Schachtl übernahm den Rückblick über die Aktivitäten der Neuen Liste Buch im zurückliegenden Jahr. Neben den Bürgerstammtischen waren die wichtigsten Veranstaltungen die letztjährige Hauptversammlung mit Vortrag zu Europa, ein Vortrag zum Atomausstieg im Januar, die waldkundliche Wanderung im Juni, sowie die Wanderwegeaktion und die Kanufahrten des Ferienprogramms im August. Daneben beteiligte sich die Wählerliste an vielen weiteren Veranstaltungen zum Atomausstieg, zur Dritten Startbahn, zur Schulentwicklung und zu Energiefragen. In Vertretung von Kassenwart Manfred Körner trug Günther Raschel den Kassenbericht vor. Die Kassenprüferin Marie-Luise Leidorf bestätigte die positive Entwicklung der Finanzen und die ordnungsgemäße Abrechnung. Die zügig durchgeführte Neuwahl der Vorstandschaft ergab eine geringfügig geänderte Zusammensetzung: Elisabeth Gutknecht, Heidi Ziegler, Martin Schachtl, Konrad Heilmeier, Andreas Ostermaier und Klaus Leidorf. In einem separaten Wahlgang wurde Manfred Körner wieder als Kassenwart bestätigt.

Den Rückblick auf die Schwerpunkte der Gemeindepolitik gestalteten die vier Gemeinderäte Elisabeth Gutknecht, Andreas Ostermaier, Hans Gaßlhuber und Konrad Heilmeier. Zur Baulandpolitik berichtete Konrad Heilmeier, dass sich das Baugebiet Metzgerfeld in den vergangenen Jahren etwas zögerlich entwickelt habe, aber im letzten Jahr sei die Nachfrage recht hoch. Der erste Bauabschnitt sei nahezu verkauft, und für den folgenden Abschnitt gebe es bereits viele Anfragen. Auch im Baugebiet Steinbergfeld rührt sich einiges. In diesem Zusammenhang erwähnte Heilmeier die Planung der Ortsentwicklung im Ortszentrum Buch. Diese werde den Gemeinderat noch viele Jahre beschäftigen, schätzte Heilmeier, sei aber sinnvoll und notwendig. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die demografische Entwicklung, die in den einzelnen Baugebieten sehr unterschiedlich verlaufe. Heilmeier hofft, dass das Projekt "Zukunftswerkstatt" nun doch möglich werde. Damit soll insbesondere die demografische und strukturelle Entwicklung in Buch zusammen mit den Bürgern genauer untersucht und Zukunftsperspektiven entwickelt werden.

Hans Gaßlhuber erläuterte die Planungen zum Ausbau der Kläranlage. Neben einigen anderen Varianten habe sich die SBR-Anlage (SBR - sequentiell beschickter Reaktor), die auf bis zu 6000 Einwohnergleichwerte ausgebaut werden könne, als die interessanteste herausgestellt. Die Grenzwerte, insbesondere bei Phosphat, könnten dadurch sicherer eingehalten werden. Die Planungen dafür sollen nun im Winter erfolgen.

Über die aktuellen Entwicklungen zur Mittelschule berichtete Andreas Ostermaier. Nach vielen diskutierten Varianten habe sich der Schulverband Vilsheim-Buch nun an den Mittelschulverbund Bina-Vils angeschlossen. Für Andreas Ostermeier sei die Schulreform aber noch nicht abgeschlossen. Neben dem demografisch bedingten Schülerrückgang seien steigende Übertritte einerseits und steigende Rückkehrer in die oberen Klassen der Hauptschule feststellbar. Dranbleiben sollte man auch beim Thema "Kommunale Schulentwicklung" zu dem ein einführender Vortrag der Diakonie im August stattfand.

Über den neu gegründeten Arbeitskreis Energie informierte Hans Gaßlhuber. Nach dem Unglück in Fukushima und dem Atomausstieg seien die Kommunen nun sehr viel stärker gefordert, Beiträge zur zukünftigen Energieversorgung zu leisten. In Buch wurde dazu im Juli der "Arbeitskreis Energie" als beratender Ausschuss gegründet. Im Oktober fanden zwei Treffen statt. Mit den Schwerpunkten "Einsparen - Effizienz - Erneuerbare" sei schon eine beeindruckende Ideensammlung zusammengekommen.

Am Ende der Hauptversammlung überreichte Elisabeth Gutknecht an Konrad Heilmeier, der aus persönlichen Gründen aus dem Gemeinderat ausgeschieden ist, ein kleines Geschenk. Sie bedankte sich im Namen der Neuen Liste Buch für die stets konstruktive und fachlich fundierte Arbeit im Bucher Gemeinderat. Nach dem Hinweis von Martin Schachtl auf den nächsten Bürgerstammtisch, der am Donnerstag, 17. November im Gasthaus Kuttenlochner stattfindet, schloss sich noch eine rege Diskussion an.

(Verf.: G. Raschel)

Viele interessante Themen aus der Gemeindepolitik gab es bei der Jahreshauptversammlung der Neuen Liste Buch zu diskutieren.


Internet-Seite erstellt:   26.12.2009 Internet-Seite aktualisiert:   von   G. Raschel