Geologie

Das Gemeindegebiet von Buch am Erlbach wird von den unterschiedlichsten Landschaftsformen geprägt. Durchquert man das Gemeindegebiet von West nach Ost, so trifft man bei Aich zunächst auf die flache Ebene des Isartals, dem nördlichen Ausläufer der Münchner Schotterebene.

Das Isartal in seiner heutigen Form ist vor rund 600.000 Jahren mit Beginn der Eiszeiten durch die Schmelzwasserströme der Gletscher entstanden. Die letzte Eiszeit endete schließlich vor rund zehntausend Jahren.

 

Bei Niedererlbach steigt die Landschaft an den sogenannten Isarhangleiten relativ steil an. Diese Geländeform ist durch die kalkreichen Geschiebeablagerungen der eiszeitlichen Isar entstanden. Dadurch ist der Untergrund hier sehr kalkreich. Am Fuß der Hangleiten machen sich deshalb auch stellenweise kalkhaltige Quellen durch Kalkaussinterungen bemerkbar.

 

Das Erlbachtal und das Stünzbachtal werden als sogenannte asymetrische Seitentäler der Isar bezeichnet. Die Vorläufer dieser Täler sind bereits im Tertiär gebildet worden. Die erdgeschichtliche Zeitepoche des Tertiär begann vor rund 70 Millionen Jahren und endete vor 2,5 Millionen Jahren. Vor rund 40 Millionen Jahren setzte die Faltung der Alpen ein. Zu dieser Zeit herrschte in Europa ein, mit Nordafrika vergleichbares, sehr warmes und niederschlagreiches Klima. Der lehmige Untergrund ist durch Ausschwemmung von verwittertem Gestein aus den Alpen, der sogenannten Molasse entstanden, die sich an beiden Seiten des Gebirgszuges in mächtigen Schichten, den sogenannten Molassetrögen ablagerten.

 

Diese bilden heute den Grundstock für das sogenannte Tertiäre Hügelland. Während der Eiszeiten ist durch starke Stürme feiner Sand aus den Alpen über die Niederungen verteilt worden, der den fruchtbaren Löß-Oberboden bildet. Dadurch ist auch die heutige asymetrische Form des Stünzbachtales und des Erlbachtales entstanden. Kennzeichnend dafür sind flache Hänge nach Nordosten und steile nach Südwesten. Entlang der Linie Thann-Forstaibach geht diese Landschaftsform in das sanfthügelige tertiäre Isar-Inn-Hügelland über.

 

Darüberhinaus wird das Gemeindegebiet von einer überregional bedeutsamen Wasserscheide durchzogen. Während der Erlbach und der Stünzbach in die Isar münden, fließt das Wasser des Holzen- und des Aibachs in das Vilstal hinein.

 

Als besonders schützenswerte Landschaftsbestandteile im Gemeindegebiet sind die artenreichen Laubmischwälder an den Isarhangleiten und die im Stünzbachtal gelegenen Trockenhänge zu nennen.

 

Die übrige Landschaft der Gemeinde wird vorwiegend durch intensive Landwirtschaft oder durch Waldwirtschaft genutzt. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind aber auch noch die Vorrangflächen für den Lehmabbau im Bereich von Thann und Vatersdorf.

 

Quelle:

  • Landschaftsplan Buch am Erlbach 1996;
  • Wanderungen in die Erdgeschichte (8) - Auf den Spuren der Eiszeit; Meyer, K. F,; Schmidt-Kaler, Hermann; Verlag Dr. Friedrich Pfeil; München; 1997;

 

Text und Fotos: Günther Raschel

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