Mittelschule und Ortsentwicklung

Neue Liste auf Klausurwochenende in Niederalteich

Das Leitwort "Dem Leben Richtung geben" steht im Mittelpunkt der Landvolkshochschule St. Gunther in Niederalteich. Die Menschen sollen ermutigt werden aufzubrechen und zur Mitte zu finden.
Das Leitwort "Dem Leben Richtung geben" steht im Mittelpunkt der Landvolkshochschule St. Gunther in Niederalteich. Die Menschen sollen ermutigt werden aufzubrechen und zur Mitte zu finden.

Buch. Der aktuelle Stand zur Mittelschule und die Ortsentwicklung in Buch am Erlbach waren die zentralen Themen beim Klausurwochenende der Neuen Liste Buch, das am vergangenen Sonntag zu Ende ging. Die Landvolkshochschule Niederalteich mit dem altehrwürdigen Kloster war ein inspirierender Ort für die Tagung. Eine Führung der besonderen Art durch die Basilika, die der ehemalige Leiter der Bildungseinrichtung, Dr. Josef Rehrl anbot, rundete das Programm ab.

Viele Themen angefangen von der Ortsentwicklung über Mittelschule, Bürgerbeteiligung, die zukünftige Energieversorgung oder Jugendarbeit gab es beim Klausurwochenende zu besprechen.
Viele Themen angefangen von der Ortsentwicklung über Mittelschule, Bürgerbeteiligung, die zukünftige Energieversorgung oder Jugendarbeit gab es beim Klausurwochenende zu besprechen.

Ein Überblick über das Wochenende sowie die Planungen zur 15-Jahr-Feier der Neuen Liste Buch standen am Freitag auf dem Programm. Nachdem bereits beim zehnjährigen Jubiläum ein Dixie-Frühschoppen bei allen gut ankam, soll anlässlich des 15-jährigen Bestehens am Sonntag, 8. August 2010 wieder eine solche Musikveranstaltung mit Mittagstisch für Jung und Alt durchgeführt werden. Die Vorbereitungen dazu wurden besprochen.


Am Samstag stand die Ortsentwicklung im Mittelpunkt. Die seit zwei Jahren nun spürbar rückläufige Bevölkerungsentwicklung macht ein Umdenken notwendig. Dabei sei beispielsweise der Erhalt von Schule und Kindergarten, der Ausbau der Arbeitsplätze vor Ort und die weitere Entwicklung des Ortskerns wichtig. Elisabeth Gutknecht betonte, dass man sich auch mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und den dadurch ausgelösten Veränderungen in den einzelnen Siedlungsbereichen auseinandersetzen müsse. Besonders interessant seien dabei neue Wohnformen, wie beispielsweise Mehrgenerationenhäuser, die ein Miteinander von jungen und älteren Bewohnern zum Ziel haben.


Für Konrad Heilmeier sind viele Bausteine wichtig, die eine Kommune für zukünftige Mitbürger oder Firmenansiedlungen attraktiv machen. Beispielsweise sei der Erhalt und Ausbau der vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten, Apotheken und Banken oder die Anbindung mit dem Öffentlichen Nahverkehr zu nennen. Immer wichtiger werde sowohl für Firmen als auch für Bürger die Breitband-Versorgung mit DSL. Aber auch die landschaftlichen Qualitäten und Freizeitmöglichkeiten sind nicht zu vernachlässigende Entscheidungskriterien künftiger Neubürger.

 

Die Wanderwege-Initiative der Gemeinde wurde in diesem Zusammenhang lobend erwähnt. Andreas Ostermaier wies darauf hin, dass der erste Kontakt zu einer Gemeinde immer häufiger über deren Internetseite gesucht werde. Dabei seien Service, Aktualität und umfassende Informationen ein Aushängeschild für die Gemeinde.

Das Denkmal von Bruder Klaus, geboren 1417 im Kanton Oberwalden/Schweiz, in der Mitte des Innenhofs will an das Leben und Wirken dieses großen Heiligen des ländlichen Raumes erinnern.
Das Denkmal von Bruder Klaus, geboren 1417 im Kanton Oberwalden/Schweiz, in der Mitte des Innenhofs will an das Leben und Wirken dieses großen Heiligen des ländlichen Raumes erinnern.

Im Weiteren berichtete Günther Raschel über den aktuellen Stand zur Mittelschule. Die derzeitigen Differenzen um die Hauptschulstandorte in Buch und Ast verdeutlichen, dass das Miteinander-Gestalten keine einfache Aufgabe ist und von allen Beteiligten neue Betrachtungsweisen fordert. Wenn aber verstanden wird, dass regionale Zusammenarbeit immer ein Geben und Nehmen bedeutet, könnten zumindest die nächsten Jahre an beiden Schulstandorten die Hauptschulen erhalten werden. Günther Raschel betonte, dass nach den Aussagen des Schulamtes Landshut kein Standort für sich alleine überlebensfähig sei.


Nach den Vorgaben des Bayerischen Kultusministeriums sollen sich kleinere Hauptschulen zu sogenannten Schulverbünden zusammenschließen, in deren Mittelpunkt sich eine Hauptschule mit M-Klassen, einem Angebot zur Erlangung der Mittleren Reife, befindet. Für Raschel nicht ganz nachvollziehbar sei aber die neue Übertrittsregelung, die ab diesem Schuljahr gilt. Danach sei der Übertritt an weiterführende Schulen in der vierten Klasse auch mit zwei Vieren im Probeunterricht möglich. Er befürchtete, dass den M-Klassen dadurch die Schüler zur Gänze entzogen würden. Das Mittelschul-Konzept könne daran scheitern. In der Runde wurde in Frage gestellt, ob das derzeitige Konzept auf Basis des dreigliedrigen Schulsystems grundsätzlich geeignet sei, die einzügigen Hauptschulen längerfristig zu erhalten.


Manfred Körner griff das Thema Jugendarbeit auf. Er betonte, dass in den Bucher Vereinen die Jugendarbeit sehr gut aufgehoben sei. Jedoch sei es auch wichtig, Angebote außerhalb der Vereine anzubieten. Ganz interessant sei, dass mit dem Mittelschulkonzept auch die Jugendsozialarbeit erheblich ausgebaut werden soll. In der Runde wurde eine Reihe von Ideen zur Jugendarbeit in der Gemeinde zusammengetragen. Vor allem ein Treffpunkt mit entsprechenden Angeboten sei wichtig.

 

Weitere Themen an diesem Wochenende waren Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung und die zukünftige, weitgehend regenerative Energieversorgung in der Gemeinde.


Verf.: Günther Raschel

Impressionen vom Klausurwochenende

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