Presseartikel vom 10.05.2019

 

Landschaftliches Kleinod soll erhalten bleiben

Wanderung ins Stünzbachtal – geplante Kieslagerhalle wurde diskutiert

 

Buch. Die naturkundliche Frühjahrswanderung der Neuen Liste Buch führte am vergangenen Sonntag in das Stünzbachtal. Geleitet wurde die Exkursion von Wolfgang Willner, Vorsitzender des Kreisverbandes des Bund Naturschutz in Freising. Gemeinderat Andreas Ostermaier begrüßte die zahlreichen Teilnehmer der Wanderung, darunter auch die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger.

 

Ausgehend vom Treffpunkt am Gasthaus Bauer in Niedererlbach führte der Weg entlang der Isar-Hangleiten. Wolfgang Willner erklärte, dass die mit einem Mischwald aus Ahorn, Buche, Pappel oder Eichen bestückten Hänge im Bereich Niedererlbach aufgrund der dort auffindbaren Tier- und Pflanzenarten als Natura 2000 - Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet ausgewiesen seien. Der BN-Vorsitzende sprach in diesem Zusammenhang auch den Klimawandel an, der beim Wald zukünftig erhebliche Veränderungen mit sich bringen werde.

 

Wolfgang Willner, Vorsitzender des Bund Naturschutz Freising, führte durch die Naturlandschaft und erläuterte die Besonderheiten des Stünzbachtals.

 

Im Verlauf der Wanderung erläuterte Willner die im Frühjahr erkennbaren Pflanzen insbesondere in den Feuchtbereichen und Quellaustritten am Fuße der Isar-Hangleiten, die sich deutlich von den Pflanzen der gut gedüngten Wiesen im flachen Bereich unterschieden. Dabei konnten im Bachbereich noch einige besondere Arten, wie das Immenblatt und das Gewimperte Kreuzlabkraut entdeckt werden. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die enorme Bestäubungsleistung der 565 Wildbienenarten in Europa hin, die jeweils auf ganz spezielle Pflanzen angewiesen seien. Für Wolfgang Willner sei das Stünzbachtal, nicht nur aufgrund der Topografie besonders erhaltenswert. Das Tal sei auch Lebensraum für zahlreiche Arten die auf der Roten Liste stünden, wie beispielsweise die Wechselkröte und die Gelbbauchunke.

 

Beim Thema Zersiedelung durch Wohn- und Gewerbegebiete wurde Wolfgang Willner deutlich. Mit der steigenden Inanspruchnahme würden die naturnahen Flächen immer weiter reduziert. In der Folge führe die Verinselung der naturnahen Flächen zu einem Aussterben vieler Arten. In diesem Zusammenhang betonte Wolfgang Willner, dass Kommunen einen Überblick über ihre Ausgleichsflächen behalten und diese am besten mit den Nachbargemeinden vernetzen sollten. Viele Fragen ergaben sich aus den Reihen der Teilnehmer zur geplanten Kieslagerhalle, die am Eingang zum Stünzbachtal errichtet werden soll. Die Bedenken vieler Teilnehmer an der Wanderung waren, dass eine solche Ansiedelung meist der erste Schritt für weitere Ansiedelungen von Gewerbegebieten sei. Das landschaftliche Kleinod soll aber erhalten bleiben, waren sich die Wanderer einig.

 

Nach einigen weiteren Stationen im vorderen Bereich des Stünzbachtals machte sich die Gruppe auf den Rückweg. Abschließend gab es noch eine Brotzeit im Gasthaus Bauer.

Die hügelige Landschaft des Stünzbachtals hat mit der letzten Eiszeit ihre heutige Form erhalten.

 

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