So. 01.07.2020  NLB-Facebook und Internet

 

Eigentlich schien alles klar zu sein...

 

Interview von Martin Schachtl und Günther Raschel zum Wechsel im Gemeinderat bei der Neuen Liste Buch

 

Eigentlich schien für die Neue Liste alles klar für die nächsten sechs Jahre. Andreas Ostermaier, Martin Schachtl, Matthias Schlamp und Manuel Pitsch werden in der kommenden Wahlperiode 2020 bis 2026 die Kommunalpolitik in Buch am Erlbach mitgestalten. Aber manchmal kommt es dann doch anders. ....

Mit dem Unfall des Bürgermeisterkandidaten und Gemeinderats Andreas Ostermaier gerät so manche Planung aus dem Gleichgewicht. Dass es wohl längere Zeit dauern wird, bis der Zimmerermeister und Landwirt die Folgen seines Unfalls wieder ausgeheilt hat, ist aus der Niederlegung des Ehrenamtes als Gemeinderats ablesbar, die Anfang Juni Bürgermeisterin und Gemeindeverwaltung erhalten haben. Günther Raschel, der sich nach der Kommunalwahl bereits mit anderen Aufgaben etwas angefreundet hatte, wird nun in den Bucher Gemeinderat nachrücken.

 

 

Martin Schachtl und Günther Raschel stellten sich den Fragen der Vorstandschaft zur neuen Situation:

 

Günther Raschel: Also mir geht der Andal schon ab. Er hatte immer sehr gute Hinweise zu Lösungsmöglichkeiten und neuen Denkansätzen. Auch seine fachlichen Kenntnisse als Zimmermeister, beispielsweise zu Wärmedämmung, zum Bauen oder zu rechtlichen Frage im Zusammenhang mit Planung und Ausschreibungen und vieles andere mehr, brachte er in die Diskussionen mit ein. Auf der anderen Seite vermittelte er durch seine kaufmännische Ausbildung oftmals eine andere Sicht auf Zahlenwerke, in die ich mich erst einfinden musste.

 

Martin Schachtl: Im Gemeinderat wird er mir auch als Mensch abgehen. Wir standen zu den anstehenden Themen immer in intensivem Kontakt. Wir wussten um unsere Stärken und Schwächen und schätzten daher unsere enge Zusammenarbeit besonders. Gerne erinnere ich mich an die vielen Abende wo wir unsere Gedanken und Lösungsansätze zu den aktuellen Fragen im Gemeinderat zusammentrugen.

 

Günther Raschel: Aber wenn es wieder geht, wird er in der Vorstandschaft der Neuen Liste Buch wieder mit dabei sein. Und da freuen wir uns darauf.

 

 

Auch im Gemeinderat wurde die Nachricht vom Ausscheiden von Andreas Ostermaier mit Bedauern aufgenommen.

 

Martin Schachtl: Seit dem Unfall erhalte ich viele Nachfragen und Genesungswünsche der Gemeinderatskollegen, Vorstandsmitglieder und Bürger, die ich gerne an Andal weitergebe. Wir drei Gemeinderäte wollten ihn bei unserem kürzlichen Besuch zum Weitermachen bewegen. Aber es wurde uns schnell bewusst, dass der Heilungsprozess sich wohl doch noch längere Zeit hinziehen wird. Wir erfuhren, dass der Gedanke zum Aufhören mit der Arbeit im Gemeinderat schon sehr konkret war. Daher informierten wir umgehend Günther, der aus der Kommunalwahl als Nachrücker hervorgegangen war.

 

Günther Raschel: Ich hatte schon einige unruhige Nächte als ich von den Gemeinderatskollegen und von Andal selber die Information erhielt, dass es wohl ernst wird mit dem Wechsel. Ich hatte mich zwischenzeitlich mit anderen Themen und Aufgaben schon etwas angefreundet. Ich habe mich zwischenzeitlich schon daran gewöhnt, auch wieder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Da muss ich eine neue Balance finden.

 

 

Eine neue politische Kultur – Klausurwochenende zum Auftakt der neuen Wahlperiode

 

Günther Raschel: Einen ersten Geschmack zum neuen Gemeinderatsgremium erhielt ich mit der Einladung zum Klausurwochenende des Gemeinderats, das am Freitag, 12. Juni und Samstag, 13. Juni 2020 im neuen Bucher Bürgersaal stattfand. Ich nahm sozusagen als „Gemeinderat in spe“ daran teil. Wenn ich zurückblicke, es war ein sehr positives Erlebnis. Ich war auch sehr begeistert über die gewählte Art und Weise mit einem Klausurwochenende eine Wahlperiode einzuleiten. Und auch inhaltlich hatte das Wochenende einiges zu bieten. So stellten einige Mitarbeiter der Verwaltung ihre Arbeit vor und berichteten über die anstehenden Projekte. Dabei erhielten die Gemeinderäte so nebenbei auch einen ersten Überblick über die anstehenden Aufgaben.

 

Martin Schachtl: Ich war sehr erfreut über die offene Diskussionskultur des neuen Gremiums. Im Laufe des Klausurwochenendes kristallisierten sich die anstehenden Aufgaben einprägsam heraus. Kinderbetreuung in allen Facetten stand als wesentliche Herausforderung im Mittelpunkt. Als weiterer und umfangreicher Aufgabenblock stellte sich der Begriff Digitalisierung dar, der wohl ein längerdauerndes Engagement erfordert.

 

Günther Raschel: Im Weiteren ergaben sich immer wieder interessante Diskussionen zur Gemeindeentwicklung. Mehrmals wurde auch über ein Gemeindeentwicklungskonzept diskutiert. Daran hatten die beiden Moderatoren der Schule für Dorf und Landentwicklung einen wesentlichen Einfluss, die des Öfteren übergreifende Entwicklungsprozesse in Gemeinden begleiten. Interessant war auch, dass Bürgerbeteiligung doch sehr unterschiedlich gesehen und diskutiert wurde. Die Bandbreite ging von reiner Bürgerinformation bis hin zu Möglichkeiten der Mitgestaltung. Moderator Herr Wieschollek gab uns als wichtigen Hinweis mit, dass man die Bürger ernst nehmen müsse, wenn man Bürgerbeteiligung haben will. Sonst wenden sich diese von der Gemeindepolitik ab.

 

Martin Schachtl: Auch von der neuen Bürgermeisterin Elisabeth Winklmaier-Wenzl habe ich bei der Klausur einen sehr guten Eindruck mitgenommen. Sie hat eine unaufgeregte und ruhige Art, sie hört genau zu und sie betonte, dass sie die Politik in Buch am Erlbach gemeinsam gestalten will. Wir als Gemeinderäte sind daher gefordert unseren Beitrag für eine gute Entwicklung zu leisten. Und auch die Themen der Ausschüsse wurden an die Aufgabenliste angelehnt, die in den nächsten Jahren angegangen und umgesetzt werden sollen.

 

Günther Raschel: Insgesamt habe ich einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Und da darf ich sicher für uns vier sprechen, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren mit Bürgermeisterin Elisabeth Winklmaier-Wenzl und den Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat.

 

Vielen Dank an Martin Schachtl und Günther Raschel für ihre ersten Eindrücke im neuen Gemeinderat.

 

 

Zur Information:

Schulen für Dorf- und Landentwicklung SDL

Die Schulen zur Dorf- und Landentwicklung in Plankstetten, in Kloster Langheim und in Thierhaupten befassen sich mit zukunftsträchtigen Entwicklungsprozessen im ländlichen Raum. Insbesondere für die inhaltliche Begleitung von Dorferneuerungsprozessen oder zur Gemeinde- und Regionalentwicklung bieten die Schulungseinrichtungen zahlreiche und individuelle Angebot für Seminare und Schulungen an.

Im Internet:  www.sdl-plankstetten.de

 

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